Liech­ten­stein ver­ab­schie­det sich end­gül­tig vom Bank­ge­heim­nis. Das Fürs­ten­tum ist bereit, mit ande­ren Län­dern Ver­ein­ba­run­gen zum auto­ma­ti­schen Steu­er­da­ten-Aus­tausch abzu­schlie­ßen. Zu den Län­dern gehört unter ande­rem auch Deutschland.

Am 21. Novem­ber 2013 wird Liech­ten­stein zudem die Kon­ven­ti­on der OECD und des Euro­pa­rats zur Amts­hil­fe in Steu­er­sa­chen unter­zeich­nen, wel­che die Grund­la­ge für einen Infor­ma­ti­ons­aus­tausch in Steu­er­fra­gen bil­det. Die Orga­ni­sa­ti­on ist im Kampf gegen die Steu­er­hin­ter­zie­hung dabei, für einen glo­ba­len Infor­ma­ti­ons­aus­tausch einen Stan­dard zu ent­wi­ckeln. Im Rah­men des Infor­ma­ti­ons­aus­tauschs mel­den die liech­ten­stei­ni­schen Ban­ken Ver­mö­gen und Ein­nah­men aus­län­di­scher Kun­den an die zustän­di­gen Finanz­äm­ter, um der Steu­er­hin­ter­zie­hung einen Rie­gel vor­zu­schie­ben. Geplant ist, den Daten­aus­tausch über Zins­er­lö­se auf alle Kapi­tal­erträ­ge aus­zu­wei­ten. Dann sol­len nicht nur Zins­er­trä­ge bei Ban­ken, son­dern zum Bei­spiel auch von Invest­ment­fonds und Stif­tun­gen erfasst werden.

Die Auf­ga­be des Bank­ge­heim­nis­ses in Liech­ten­stein und die dem­nächst erfol­gen­de Mel­dung von Ver­mö­gen und Ein­nah­men deut­scher Kun­den an die deut­schen Finanz­äm­ter bedeu­tet für alle Kapi­tal­an­le­ger in Liech­ten­stein, die ihre Erträ­ge damals im Zuge der gestoh­le­nen LGT-Daten im Jah­re 2008 noch nicht gegen­über dem deut­schen Finanz­amt nach­erklärt haben, dass nun­mehr end­gül­tig die Ent­de­ckung droht. Mit die­ser Flucht Liech­ten­steins nach vor­ne nimmt auch der Druck auf den Nach­barn Schweiz wei­ter zu.

Bereits im Okto­ber hat­te auch die Schweiz ange­kün­digt, die OECD-Kon­ven­ti­on unter­zeich­nen zu wol­len. Dies ist bis­lang zwar noch nicht gesche­hen, dürf­te aber wohl nur eine Fra­ge der Zeit sein. Soll­ten Sie Kapi­tal­erträ­ge in Liech­ten­stein oder der Schweiz erwirt­schaf­ten, die dem deut­schen Finanz­amt nicht bekannt sind, soll­ten Sie nun­mehr drin­gend die letz­te Chan­ce zur Selbst­an­zei­ge nut­zen. Durch den bevor­ste­hen­den Steu­er­da­ten-Aus­tausch droht eine Ent­de­ckung der liech­ten­stei­ni­schen oder schwei­ze­ri­schen Kapi­tal­erträ­ge durch die deut­schen Finanz­äm­ter. Die Ent­de­ckung wird eine kon­se­quen­te Straf­ver­fol­gung zur Fol­ge haben. Dies kann durch eine Selbst­an­zei­ge umgan­gen werden.

Zögern Sie nicht län­ger und spre­chen Sie mich an, damit wir gemein­sam mög­lichst kurz­fris­tig ihre Selbst­an­zei­ge auf den Weg brin­gen können.